Die Freudenberger Volleyballer haben am vergangenen Wochenende den Aufstieg in die Regionalliga
geschafft. Nach einer starken Saison, in der nur der Klassenerhalt das Ziel war, nahmen die Flecker
früh die Tabellenspitze der Oberliga in Anspruch und durften von einem Aufstieg träumen. Zum Ende
der Saison kam es dann zum Showdown zwischen Freudenberg und Brühl. Der Sieger des Duells
durfte direkt aufsteigen. Das Spiel entschied Brühl verdient für sich und somit ging es für das Team
von Trainer Norbert Homrighausen in die Relegation. „Wenn wir die sportliche Chance bekommen, in
die Regionalliga aufzusteigen, dann wollen wir diese auch nutzen“, so Homrighausen vor der
Relegation.
Am vergangen Freitag stand dann das erste Spiel gegen Regionalligist TV Hörde II an. Mit voller
Tribüne im Schulzentrum Büschergrund und somit lautstarker Unterstützung konnte das erste
Relegationsspiel mit 3:1 Sätzen gewonnen werden. „Nach einem tollen Spiel auf hohem Niveau war
die Freude über den Sieg riesig“, fasst es 1. Vorsitzender Christian Köhler zusammen.
Schon am nächsten Tag ging es dann zum Oberligist nach Coesfeld. Als die Freudenberger mit 2:0
Sätzen in Führung gingen, hatten die Fans sowie die Mannschaft den Aufstieg vor Augen, doch
Coesfeld gab nicht auf und rettete sich in den entscheidenden fünften Satz, den die Gastgeber am
Ende knapp mit 18:16 Punkten gewannen.
„Die Enttäuschung bei mir und meiner Mannschaft war nicht zu verstecken“, sagt Trainer
Homrighausen. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und mussten nun das Ergebnis aus dem
letzten Spiel Hörde gegen Coesfeld abwarten.“ Als am Sonntag dann die grandiose Nachricht aus
Hörde kam, die 3:0 gegen Coesfeld gewonnen hatten, dauerte es nicht lang, bis die Mannschaft, der
Verein und alle Fans Bescheid wussten: Anrufe, Whatsapp-Nachrichten und Facebook-Posts machten
die Runde, um jedem vom Aufstieg zu berichten.
„Für den Volleyball in Freudenberg und im Siegerland ist das beste Werbung“, freut sich Christian
Köhler für seinen Verein. „Wir stellen nun das höchstspielende Männer-Volleyballteam im
Siegerland.“
Damit zu Saisonbeginn im September 2017 alles glatt läuft, muss der VC sich noch um einige Dinge
kümmern. Neben den rein spielerischen Aspekten wie intensiveres Training und die
Kaderaufstockung verlangt der Westdeutsche Volleyball-Verband den Nachweis eines B-Trainers,
eines B-Schiedsrichters sowie eine am Ligabetrieb teilnehmende männliche Jugendmannschaft.
„Außerdem haben wir es ab sofort mit neuen Bällen zu tun, mit denen bereits die Relegation gespielt
wurde“, teilt Homrighausen mit. „Diese müssen wir noch anschaffen und uns daran gewöhnen.“
Ebenfalls Vorschrift ist ein Schiedsrichterstuhl und Eintritt bei Heimspielen.
„Wir haben nun Zeit, uns um all diese Dinge zu kümmern“, so Vorsitzender Köhler bedenkenlos. „Ich
bin sehr zuversichtlich, dass wir als aktiver Verein mit engagierten Mitgliedern bis September die
Voraussetzungen erfüllen, um dann gemeinsam in die Regionalliga einzusteigen.“